Das Problem und die erste Lieferung
Ein Team führt zwei Bestandsdateien manuell zusammen. In diesem erfundenen Szenario ist eine bestimmte Lagerquelle für die Menge maßgeblich. Ein freigegebener Katalog bestimmt die erlaubten Artikelkennungen. Die erste Lieferung nimmt einen UTF-8-CSV-Upload entgegen und erzeugt eine validierte Bestandsansicht sowie einen verständlichen Fehlerbericht. Live-Anbindungen, Bestellungen und Reservierungen liegen außerhalb dieses Beispiels.
Die fachlich verantwortliche Person muss die Regeln vor der Umsetzung freigeben. „Die neueste Zahl verwenden“ reicht absichtlich nicht: Ein neuerer, widersprüchlicher Eintrag ist nicht automatisch richtig.
Die Regeln ausdrücklich machen
- Der Beispielkatalog enthält
AundB. Jede Zeile hatitem_id,quantityundsource. - Die erlaubte Quelle ist
warehouse-1. Mengen müssen ganze Zahlen ab null sein. - Identische Zeilen werden zusammengefasst. Bei unterschiedlichen erlaubten Mengen für denselben Artikel lautet der Status
needs_review; es wird keine Menge veröffentlicht. - Ungültige Kennungen, Quellen oder Mengen werden gemeldet. Ungültige Zeilen überschreiben keine akzeptierten Werte.
- Ein Artikel, der in der Datei fehlt, bleibt
missing. Fehlend bedeutet nicht Bestand null. - Die Zeilenreihenfolge darf das Ergebnis nicht ändern. Identische Eingaben, Regeln und Kataloge ergeben dieselben normalisierten Werte und Status. Anzeige- und Berichtszeitstempel sind davon ausgenommen.
Konkrete Abnahmebeispiele
Eingabezeilenitem_id, quantity, source | Erwartetes Ergebnis |
|---|---|
A,4,warehouse-1A,4,warehouse-1 | A: Menge 4, akzeptiert; ein Duplikat gemeldet. B: fehlt. |
A,4,warehouse-1A,7,warehouse-1 | A: needs_review, keine veröffentlichte Menge. B: fehlt. |
A,-1,warehouse-1B,0,warehouse-1 | A-Zeile ungültig; A: fehlt. B: akzeptiert, Menge 0. |
C,2,warehouse-1A,5,unknown-source | Beide Zeilen ungültig. A und B: fehlen. |
| Beliebige Zeilenreihenfolge umkehren | Dieselben normalisierten Werte, Status und Zählungen. |
Diese erwarteten Ergebnisse folgen aus den künstlichen Regeln. Sie wurden als Spezifikation betrachtet; eine laufende Anwendung oder ein automatisierter Testlauf wird nicht behauptet.
Was eine echte Lieferung zusätzlich braucht
Eine Vereinbarung über die tatsächliche fachliche Autorität und Konfliktbehandlung; echte Dateiverträge, Größen- und Fehlergrenzen; Zugriffsschutz und sichere Upload-Verarbeitung; Abnahmedaten; ein reproduzierbares Build- und Deployment-Paket; Quellcode, dokumentierte Rechte und Abhängigkeiten; betriebliche Verantwortung, gegebenenfalls Rollback und Wiederherstellung; und eine von einer anderen Person durchgeführte Übergabe. Dateiformatrisiken und die Erlaubnis zur Verarbeitung tatsächlicher Kundendaten werden vorab geprüft.
Das Beispiel belegt weder Produktreife noch die Richtigkeit dieser Regeln für ein echtes Lager. Es zeigt den Unterschied zwischen „Datei erfolgreich importiert“ und „vereinbarte fachliche Bedingungen geprüft“.
